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Rechtssatz RS0098120×

Rechtssatz RS0098120

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098120

Entscheidungsdatum

22.10.2021

Rechtssatz

Ein Ausschluss der Öffentlichkeit - womit die allgemeine Volksöffentlichkeit gemeint ist (EvBl 1978/49 = ÖJZ-LSK 1977/383 bis 387 = RZ 1977/138) - liegt nur dann vor, wenn die angeordnete generelle Maßnahme des Gerichtes so weit geht, dass die Kontrollfunktion der Allgemeinheit gegenüber der Gerichtsbarkeit wesentlich eingeschränkt wird. Einschränkungen durch Raumverhältnisse und Einzelmaßnahmen der Prozeßleistung, durch die individuell bestimmte Personen von der Anwesenheit bei der Hauptverhandlung ausgeschlossen werden (EvBl 1978/49; 11 Os 184/85; Mayerhofer/Rieder, StPO 2.Auflage Entscheidung 1 und 4 zu Paragraph 228,) beschränken die Öffentlichkeit der Hauptverhandlung nicht.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 28/90
    Entscheidungstext OGH 25.06.1990 11 Os 28/90
  • 14 Os 94/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 14 Os 94/93
  • 11 Os 168/10f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2011 11 Os 168/10f
    Auch; Beisatz: Der im Rahmen der Prozessleitung verfügte zeitweilige Ausschluss einer einzelnen Person beschränkt die Öffentlichkeit der Hauptverhandlung nicht. (T1)
  • 12 Os 122/21i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2021 12 Os 122/21i
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0098120

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.01.2022

Dokumentnummer

JJR_19900625_OGH0002_0110OS00028_9000000_003