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Rechtssatz RS0098839

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098839

Geschäftszahl

13Os151/92 (13Os154/92, 13Os155/92)

Entscheidungsdatum

25.08.1993

Norm

StPO aF vor StPÄG 1993 §270 Abs3
StPO §364 Abs1 Z1
StPO §364 Abs2 Z2

Rechtssatz

Wurde von der Kanzleiangestellten eines Rechtsanwaltes auf Grund eines unrichtigen Hinweises im Urteil (Paragraph 270, Absatz 3, StPO) die Rechtsmittelausführungsfrist mit 4 Wochen (statt richtig: mit 14 Tagen) vorgemerkt, so stellt dies ein unabwendbares Hindernis im Sinne des Paragraph 364, Absatz eins, Ziffer eins, StPO dar. Auch wenn der Verteidiger die Versäumung der Frist erst durch Zustellung des Zurückweisungsbeschlusses des OGH (Paragraph 285, d Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit Paragraph 285, a Ziffer eins, StPO) und nicht schon anläßlich der Unterfertigung der (verspäteten) Rechtsmittelausführung erkennt, muß ihm dies nicht unter allen Umständen als Verschulden zur Last fallen, sodaß gegebenenfalls die Frist des Paragraph 364, Absatz eins, Ziffer 2, StPO erst ab dem Zeitpunkt dieser Zustellung zu berechnen ist.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 151/92
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 13 Os 151/92

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0098839

Dokumentnummer

JJR_19930825_OGH0002_0130OS00151_9200000_001