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Rechtssatz RS0100749

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0100749

Geschäftszahl

13Os96/73

Entscheidungsdatum

13.09.1973

Rechtssatz

In der wiederholten Verhandlung ergibt sich lediglich bei unverändert gebliebener Anklage eine Bindung hinsichtlich der Hauptfrage insoferne, als diese gemäß Paragraph 312, stets darauf gerichtet sein muß, ob der Angeklagte schuldig ist, die der Anklage zugrunde liegende strafbare Handlung begangen zu haben. Ob und welche Zusatzfragen und Eventualfragen zu stellen sind, bestimmt sich hingegen nur danach, inwieweit solchen Fragen entsprechende Tatsachen in der neuen (= wiederholten) Hauptverhandlung vorgebracht wurden (Paragraphen 313, 314, 316, StPO); dabei muß gänzlich außer Betracht bleiben, ob ein betreffendes Vorbringen auch schon in der ersten Hauptverhandlung vorlag oder nicht und zu welcher Fragestellung sich der Schwurgerichtshof damals veranlaßt gesehen hat (Gebert-Pallin-Pfeiffer III/2 Paragraph 334, StPO/8).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 96/73
    Entscheidungstext OGH 13.09.1973 13 Os 96/73
    Veröff: SSt 44/25 = EvBl 1973/302 S 610 = RZ 1973/201 S 201

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0100749

Dokumentnummer

JJR_19730913_OGH0002_0130OS00096_7300000_003