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Rechtssatz RS0100760×

Rechtssatz RS0100760

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0100760

Entscheidungsdatum

19.10.2010

Rechtssatz

Sind in einer von den Geschwornen bejahten Schuldfrage nach Totschlag die privilegierenden (schuldmindernden) Prämissen des Paragraph 76, StGB (anders als sonstige Tatbestandsmerkmale zulässigerweise: vergleiche RZ 1985/65 ua) nicht konkretisiert, dann kommt eine rechtliche Überprüfung der Subsumtion (Ziffer 12,) nicht in Betracht; diesfalls ist (gleichermaßen wie bei der Bejahung von Zusatzfragen nach materiellrechtlichen Straflosigkeitsgründen: vergleiche SSt 54/39 sowie Mayerhofer/Rieder StPO 2.Auflage Paragraph 345, Ziffer 11, b ENr 4) lediglich eine Anfechtung der Fragestellung überhaupt (Ziffer 6,; vergleiche EvBl 1979/6) und der dazu erteilten Rechtsbelehrung (Ziffer 8,) möglich.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 50/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1989 15 Os 50/89
  • 13 Os 116/02
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 13 Os 116/02
    nur: Sind in einer von den Geschwornen bejahten Frage nach Totschlag die schuldmindernden Prämissen des § 76 StGB nicht konkretisiert, dann kommt eine rechtliche Überprüfung der Subsumtion (Z 12) nicht in Betracht; diesfalls ist lediglich eine Anfechtung der Fragestellung überhaupt (Z 6) und der dazu erteilten Rechtsbelehrung (Z 8) möglich. (T1)
  • 14 Os 131/10m
    Entscheidungstext OGH 19.10.2010 14 Os 131/10m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0100760

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JJR_19890627_OGH0002_0150OS00050_8900000_002