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Rechtssatz RS0104399×

Rechtssatz RS0104399

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0104399

Entscheidungsdatum

15.07.2015

Norm

Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art22

Rechtssatz

Unter die Bestimmung des Artikel 22, EuGVVO (ebenso wie unter die insoweit inhaltsgleichen Artikel 16, Nr 1 EuGVÜ/LGVÜ) fallen nur Rechtsstreitigkeiten, welche die sich unmittelbar aus einem Miet-oder Pachtvertrag ergebenden Verpflichtungen des Bestandgebers und Bestandnehmers betreffen. Dass ein dingliches Recht an einer unbeweglichen Sache von der Klage bloß berührt wird, reicht für die Anwendbarkeit von Artikel 22, Nr 1 EuGVVO nicht aus; die Klage muss auf ein dingliches Recht und nicht auf einen (bloßen) schuldrechtlichen Anspruch gestützt sein. Das dingliche Recht muss sohin Streitgegenstand sein. Es genügt nicht, dass die Klage ein dingliches Recht bloß berührt oder nur im Zusammenhang mit einem solchen steht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 188/03b
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 7 Ob 188/03b
  • 2 Ob 63/13y
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 63/13y
    Vgl; Beisatz: Kein Zwangsgerichtsstand nach Art 22 EuGVVO, wenn der Hauptgegenstand des Vertrags anderer Natur ist als Miete und Pacht von unbeweglichen Sachen im eigentlichen Sinn, wie insbesondere bei Verpachtung eines Ladengeschäfts (EuGH 14.12.1977, 73/77, Sanders). Hier: Verpachtung von Hotels und Restaurant. Daher Gerichtsstandsvereinbarung iSd Art 23 EuGVVO zulässig. (T1)
  • 3 Ob 124/15d
    Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 124/15d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0104399

Im RIS seit

10.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

22.09.2015

Dokumentnummer

JJR_20030910_OGH0002_0070OB00188_03B0000_001