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Rechtssatz RS0109471

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0109471

Geschäftszahl

15Os164/97; Bsw28328/03; Bsw9154/10

Entscheidungsdatum

17.04.2014

Rechtssatz

Dem aus Artikel 6, Absatz 3, Litera d, MRK erfließenden Gebot der Waffengleichheit mit dem Staatsanwalt wird dann entsprochen, wenn der Beschuldigte (obgleich wie hier zumindest im Vorverfahren) die Möglichkeit hatte, bei der kontradiktorischen Vernehmung Fragen an die Belastungszeugen zu stellen oder stellen zu lassen.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 164/97
    Entscheidungstext OGH 19.02.1998 15 Os 164/97
  • Bsw 28328/03
    Entscheidungstext AUSL EGMR 10.05.2012 Bsw 28328/03
    Ähnlich; Veröff: NL 2012,161
  • Bsw 9154/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 17.04.2014 Bsw 9154/10
    Vgl aber; Beisatz: Die Tatsache, dass der Staatsanwalt, der nach dem deutschen Strafprozessrecht verpflichtet ist, eine objektive und neutrale Untersuchung der verfolgten Straftat vorzunehmen und dabei sowohl be- als auch entlastende Tatsachen zu berücksichtigen, im Gegensatz zum Angeklagten bei der Vernehmung der Opfer anwesend war und Gelegenheit hatte, sie zu befragen, verstößt nicht gegen den in Art 6 Abs 3 lit d MRK verankerten Grundsatz der Waffengleichheit. (Schatschaschwili gg. Deutschland) (T1)
    Veröff: NL 2014,125

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109471

Im RIS seit

21.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2016

Dokumentnummer

JJR_19980219_OGH0002_0150OS00164_9700000_002