Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0110028×

Rechtssatz RS0110028

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110028

Geschäftszahl

1Ob253/97f

Entscheidungsdatum

28.04.1998

Norm

dAGBG §1 Abs1
dAGBG §9
dAGBG §10
dAGBG §11
dAGBG §24

Rechtssatz

Beim generellen Ausschluß der Haftung der Schiedsrichter für deren schiedsgerichtliche Tätigkeit handelt es sich um eine vorformulierte Klausel im Sinne des Paragraph eins, Absatz eins, AGBG, an deren Einbeziehung in den Schiedsrichtervertrag naturgemäß nur die Schiedsrichter interessiert sein konnten. Jeder Vertragspartner kann sich auf die Unangemessenheit vorformulierter Klauseln nach Maßgabe der Paragraphen 9 bis 11 AGBG berufen. Selbst die Freizeichnung für leichte Fahrlässigkeit gegenüber einem Kaufmann ist dann unwirksam, wenn sie sich auf eine wesentliche vertragliche Verpflichtung des Verwenders im Sinne des Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 2, AGBG (hier: Verpflichtung des Schiedsrichters zur Objektivität und zur Gleichbehandlung der Schiedsparteien) bezieht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 253/97f
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 253/97f
    Veröff: SZ 71/76

Schlagworte

*D*

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110028

Dokumentnummer

JJR_19980428_OGH0002_0010OB00253_97F0000_003