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Rechtssatz RS0110065

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110065

Geschäftszahl

3Ob380/97x; 1Ob4/02y

Entscheidungsdatum

29.01.2002

Norm

LGVÜ Art17

Rechtssatz

Diese Vorschrift ist nicht anzuwenden, wenn eine Partei mit (Wohn-)Sitz in einem Vertragsstaat mit einer solchen, die ihren Sitz außerhalb eines Vertragsstaates hat, die Zuständigkeit im Staat des ersteren vereinbaren (so schon BGH vom 14.11.1991 = NJW 1993, 1070 = IPRAX 1992, 377 und Corte di Cassazione vom 28.10.1993 = Foro italiano 1994 römisch eins 2158).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 380/97x
    Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 380/97x
    Veröff: SZ 71/29
  • 1 Ob 4/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 1 Ob 4/02y
    Beisatz: Vielmehr ist Art 17 LGVÜ in solchen Fällen nur dann anzuwenden, wenn eine der Anwendungsvoraussetzungen - Wohnsitz einer Partei und vereinbartes Forum in den Vertragsstaaten - aus der Sicht des inländischen Richters in einem anderen Vertragsstaat liegt. (T1); Beisatz: So auch schon 6 Ob 127/98i. (T2); Beisatz: Im vorliegenden Fall hat die klagende Partei ihren Sitz in Österreich; nach den Behauptungen ist auch ein Gerichtsstand im Inland vereinbart. Der Sitz der beklagten Partei befindet sich in einem Nichtvertragsstaat (Usbekistan). Damit ist aber Art 17 LGVÜ nach der zitierten Rechtsprechung nicht anzuwenden. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110065

Im RIS seit

25.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

14.04.2020

Dokumentnummer

JJR_19980223_OGH0002_0030OB00380_97X0000_003