Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0112803×

Rechtssatz RS0112803

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0112803

Geschäftszahl

3Ob123/99f

Entscheidungsdatum

15.09.1999

Norm

GewO 1973 §220 Abs1 Z2
GewO 1973 §221
PlasmaphereseG §1
PlasmaphereseG §3
PlasmaphereseG §10
PlasmaphereseG §15

Rechtssatz

Zeitlicher Geltungsbereich des PlasmaphereseG und dessen wesentlicher Inhalt in Bezug auf Betriebsbewilligungen einer Plasmapheresestelle. Die Vornahme der Plasmapherese vor Inkrafttreten des PlasmaphereseG unterlag nicht einer Konzessionspflicht nach der Gewerbeordnung. Die Paragraphen 220, Absatz eins, Ziffer 2 und 221 GewO 1973 in der ursprünglichen Fassung regelten (im Gegensatz zum PlasmaphereseG) lediglich die Herstellung, Abfüllung oder Abpackung von Blutkonserven und Blutderivaten beziehungsweise von immunbiologischen Präparaten. Ab dem Inkrafttreten des PlasmaphereseG (1.1.1976) unterliegen Ärzte, die nicht nur die Plasmapherese im Sinne dieses Gesetzes durchführten, sondern auch die Absonderung des Blutplasmas (durch Zentrifugieren), ausschließlich den Regelungen des PlasmaphereseG.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112803

Dokumentnummer

JJR_19990915_OGH0002_0030OB00123_99F0000_002