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Rechtssatz RS0113556

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0113556

Geschäftszahl

1Ob33/00k

Entscheidungsdatum

28.03.2000

Norm

dNEhelG Art12 §1
dNEhelG Art12 §2
BGB aF §1600a
BGB aF §1600c
BGB aF §1600e
BGB aF §1600f
dPStG §29

Rechtssatz

Zum Zustimmungserfordernis des Kindes zur Vaterschaftsanerkennung: Paragraph 1600 c, BGB aF verlangt die Zustimmung des Kindes zur Anerkennung als Wirksamkeitserfordernis. Lediglich für Vaterschaftstitel alten Rechts, die nach Artikel 12, Paragraph 3, NEhelG übergeleitet wurden, bestünde kein Zustimmungserfordernis. Weiters müssen nach Paragraph 1600 e, BGB aF Anerkennungserklärung und Zustimmungserklärung des Kindes öffentlich beurkundet werden. Der Mangel der Form führt grundsätzlich zur Unwirksamkeit der Zustimmung gemäß Paragraph 1600 f, Absatz eins, BGB aF. Nach Paragraph 1600 f, Absatz 2, BGB aF kann allerdings, sind seit der Eintragung in ein deutsches Personenstandsbuch fünf Jahre verstrichen, nicht mehr geltend gemacht werden, dass die Erfordernisse der vorstehenden Vorschriften (Formvorschriften gemäß Paragraphen 1600 a bis e BGB aF) nicht vorgelegen haben. Wenngleich die Beischreibung der Anerkennung im Geburtenbuch nach Paragraph 29, dPStG keine konstitutive Wirkung hat, weil sie nur die Anerkennung, aber nicht die Vaterschaft beweist, begrenzt Paragraph 1600 f, Absatz 2, BGB aF doch die Ungewissheit über die ursprüngliche Wirksamkeit einer Anerkennung, die in einem deutschen Personenstandsbuch eingetragen ist, auf den Zeitraum von fünf Jahren nach der Eintragung, sodass die Geltendmachung eines nach den Paragraphen 1600 a bis 1600 e aF bestehenden Mangels nach Ablauf dieser Frist ausgeschlossen ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 33/00k
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 33/00k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113556

Dokumentnummer

JJR_20000328_OGH0002_0010OB00033_00K0000_004