Rechtssatz RS0114667
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0114667
Entscheidungsdatum
14.02.2024
Norm
VBO Wien 1995 §42 Abs2 Z1
nö SpitalsärzteG §44 Abs1 Z1
Rechtssatz
Die gröbliche Verletzung der Dienstpflichten muss auf Vorsatz oder Fahrlässigkeit beruhen. Es ist daher nicht notwendig, dass der Dienstnehmer den betreffenden Kündigungstatbestand oder dessen Merkmale gekannt oder dass er gewusst hat, dass sein Verhalten mit Kündigung bedroht ist. Er muss aber wissen, dass er gegen arbeitsvertragliche Pflichten verstößt.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 264/00i
Entscheidungstext OGH 20.12.2000 9 ObA 264/00i
- 8 ObA 137/01g
Entscheidungstext OGH 29.11.2001 8 ObA 137/01g
- 8 ObA 55/13s
Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 ObA 55/13s
Auch; Beisatz: Eine gröbliche Verletzung von Dienstpflichten kann auch den Kündigungsgrund verwirklichen, wenn das beanstandete Verhalten des Dienstnehmers diesem vorwerfbar ist und über bloße Ordnungswidrigkeiten hinausgeht. (T1)
- 9 ObA 152/15s
Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 ObA 152/15s
Auch; Beis wie T1
- 8 ObA 19/22k
Entscheidungstext OGH 22.04.2022 8 ObA 19/22k
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Nach § 44 Abs 1 Z 1 Niederösterreichisches Spitalsärztegesetz darf der Krankenanstaltenträger das Beschäftigungsverhältnis bei einer „gröblichen Verletzung der Dienstpflichten“ kündigen. Dieser Kündigungsgrund setzt voraus, dass das beanstandete Verhalten dem Dienstnehmer vorwerfbar ist und über bloße Ordnungswidrigkeiten hinausgeht. (T2)
- 8 ObA 53/22k
Entscheidungstext OGH 30.08.2022 8 ObA 53/22k
Vgl; Beis wie T1
- 9 ObA 109/23d
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.02.2024 9 ObA 109/23d
vgl; Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114667
Zuletzt aktualisiert am
18.03.2024
Dokumentnummer
JJR_20001220_OGH0002_009OBA00264_00I0000_001