Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0115588×

Rechtssatz RS0115588

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0115588

Entscheidungsdatum

27.07.2004

Norm

ASVG idF SRÄG 2000 §587 Abs4
BSVG idF SRÄG 2000 §274 Abs4
EWG-RL 79/7/EWG - Gleichbehandlung im Bereich der sozialen Sicherheit 31979L0007

Rechtssatz

Der durch die Übergangsbestimmung des Paragraph 587, Absatz 4, ASVG in der Fassung SRÄG 2000 angeordnete Ausschluss vom Anspruch auf vorzeitige Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit (Erwerbsunfähigkeit) zu dem letzten für die Gewährung dieser Leistung noch möglichen Stichtag trifft im Ergebnis die Männer deutlich stärker als die Frauen und stellt somit eine mittelbare Diskriminierung männlicher Versicherter im Sinn des Artikel 4, Absatz eins, der RL 79/7/EWG dar, für die sich kein objektiv rechtfertigender Grund finden lässt, weil die vom Gesetzgeber damit verfolgten Haushaltserwägungen, eine Diskriminierung nach dem Geschlecht nicht rechtfertigen können. Die Übergangsbestimmung des Paragraph 587, Absatz 4, ASVG in der Fassung SRÄG 2000, Bundesgesetzblatt römisch eins Nr 92, ist daher auf Grund des Anwendungsvorranges des Gemeinschaftsrechtes unbeachtlich.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 43/01y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2001 10 ObS 43/01y
    Veröff: SZ 74/116
  • 10 ObS 150/01h
    Entscheidungstext OGH 30.07.2001 10 ObS 150/01h
    Beisatz: Hier: Übergangsbestimmung des § 274 Abs 4 BSVG idF SRÄG 2000, BGBl I Nr 92. (T1)
  • 10 ObS 64/04s
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 10 ObS 64/04s
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115588

Im RIS seit

28.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2020

Dokumentnummer

JJR_20010628_OGH0002_010OBS00043_01Y0000_005