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Rechtssatz RS0117195×

Rechtssatz RS0117195

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0117195

Entscheidungsdatum

24.03.2026

Rechtssatz

Das Wochengeld soll einen Ersatz für den im Zusammenhang mit der Entbindung stehenden Verlust des Arbeitsverdienstes darstellen. Der Gesetzgeber entschied sich dabei aber für das Durchschnittsprinzip, das vergangene Werte berücksichtigt, und nicht für das Ausfallsprinzip, das die in Zukunft voraussichtlich zu erwartende Entwicklung in Rechnung stellt. Er nimmt daher in Kauf, dass die Versicherte trotz des Wochengeldes einen Verdienstausfall erleiden kann (SSV-NF 4/19, 4/131).

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 287/02g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 287/02g
    Veröff: SZ 2002/140
  • 10 ObS 107/10y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 10 ObS 107/10y
    Auch
  • 10 ObS 29/10b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2010 10 ObS 29/10b
    Auch; Veröff: SZ 2010/130
  • 10 ObS 16/10s
    Entscheidungstext OGH 19.10.2010 10 ObS 16/10s
    Auch
  • 10 ObS 33/11t
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 10 ObS 33/11t
    Auch
  • 10 ObS 22/16g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2016 10 ObS 22/16g
  • 9 ObA 96/16g
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 96/16g
    Auch
  • 10 ObS 76/16y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 10 ObS 76/16y
    Vgl auch; Beisatz: Das Wochengeld ist eine Einkommensersatzleistung, die sich nach dem Durchschnittsprinzip am Einkommen vor dem Eintritt des Versicherungsfalls im maßgebenden Beobachtungszeitraum orientiert. (T1)
  • 10 ObS 100/17d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 ObS 100/17d
    Auch; Beisatz: Das Wochengeld einer nach dem B‑KUVG Versicherten, deren Krankenversicherung (anders als bei nach dem ASVG Versicherten) nach Ende des Bezugs von einkommensabhängigem Kinderbetreuungsgeld zum Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls der zweiten Mutterschaft noch vor Ende der zweijährigen Karenzzeit nach dem MSchG aufrecht war, bemisst sich mit 0, wenn sie innerhalb des Beobachtungszeitraums des § 162 Abs 3 erster Satz ASVG keinerlei Einkommen mehr bezogen hat. (T2)
  • 10 ObS 113/17s
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 ObS 113/17s
    Auch
  • 10 ObS 115/17k
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 ObS 115/17k
    Auch; Veröff: SZ 2017/126
  • 10 ObS 110/17z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 10 ObS 110/17z
    Auch
  • 10 ObS 98/18m
    Entscheidungstext OGH 22.01.2019 10 ObS 98/18m
    Vgl; Beisatz: Das Wochengeld unterfällt unionsrechtlich dem Versicherungsfall der Mutterschaft, weil es dem Ausgleich von Einkommensverlusten infolge Schwangerschaft und Geburt dient. (T3); Veröff: SZ 2019/2
  • 10 ObS 60/20a
    Entscheidungstext OGH 24.06.2020 10 ObS 60/20a
  • 10 ObS 119/22f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2022 10 ObS 119/22f
    Vgl; Beisatz: Hier: Keine Anwendung des § 162 Abs 3 ASVG (Berechnung des Wochengeldes anhand eines in den 13 Wochen bzw 3 Kalendermonaten bis zum Eintritt des Beschäftigungsverbots bezogenen Durchschnittsverdienstes) auf den Fall, in dem die Klägerin – nach einem Monat der Vollzeitbeschäftigung im genannten Beobachtungszeitraum – bei Eintritt des Versicherungsfalls geringfügig beschäftigt und nach § 19a ASVG selbstversichert war; ihr gebührt das Wochengeld in fixer Höhe iSd § 162 Abs 3a ASVG. (T4)
  • 10 ObS 101/22h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 10 ObS 101/22h
    Beisatz: Hier: Slowakisches Mutterschaftsgeld. (T5)
    Beisatz: Der Bezug des slowakischen Mutterschaftsgelds durch den Vater dient nicht denselben Zielen wie das Wochengeld. (T6)
  • 10 ObS 91/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 10 ObS 91/24s
  • 10 ObS 98/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.01.2025 10 ObS 98/24w
    Beisatz: Hier: Berechnung des Wochengeldanspruchs bei parallel zum Kinderbetreuungsgeld bezogenen geringfügigen Einkünften (ohne Selbstversicherung nach § 19a ASVG). (T7)
    Beisatz: Die Abgrenzung der Fälle des § 162 Abs 3 und des Abs 3b Z 2 ASVG richtet sich nach dem Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls. Wochengeld in fixer Höhe gebührt, wenn der Versicherungsfall der Mutterschaft noch während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld eingetreten ist. Tritt der Versicherungsfall erst danach ein, gebührt dagegen ein Wochengeld in Höhe des § 162 Abs 3 ASVG; das im Beobachtungszeitraum bezogene Kinderbetreuungsgeld ist in dieser Situation nur Teil der Bemessungsgrundlage, was im Ergebnis eine „Mischberechnung“ bedeutet. (T8)
  • 10 ObS 105/25a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2026 10 ObS 105/25a
    vgl; Beisatz: Hier: Art 11 Abs 2 VO 883/2004. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117195

Im RIS seit

21.11.2002

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2026

Dokumentnummer

JJR_20021022_OGH0002_010OBS00287_02G0000_001