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Rechtssatz RS0119503×

Rechtssatz RS0119503

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119503

Geschäftszahl

10ObS227/03k; 10ObS77/06f

Entscheidungsdatum

13.06.2006

Rechtssatz

In den Bewertungsakt, welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund ihrer Ziele zu erbringen sind, sind neben den Kosten insbesondere auch die ausreichende Qualität und Quantität sowie finale Aspekte der Behandlung als Ausdruck der Zweckmäßigkeit einzubeziehen. Entscheidende Bedeutung bei der Abwägung zwischen den Interessen des Individuums an der "besten" Behandlung und der Gemeinschaft an einer kostenoptimalen Versorgung wird dem Maß der "Betroffenheit" des Patienten zugedacht. Eine Grenze der Leistungspflicht muss dort eingezogen werden, wo Bedürfnisse aus der höchstpersönlichen Lebenssphäre des einzelnen Versicherten prägend in den Vordergrund treten. Hier: Erektile Dysfunktion.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 227/03k
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 10 ObS 227/03k
    Veröff: SZ 2004/112
  • 10 ObS 77/06f
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 10 ObS 77/06f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119503

Dokumentnummer

JJR_20040727_OGH0002_010OBS00227_03K0000_001