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Rechtssatz RS0120004

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120004

Geschäftszahl

8Ob1/05p; 6Ob175/18f

Entscheidungsdatum

24.01.2019

Rechtssatz

Das dem Minderjährigen zugeflossene Schmerzengeld ist bei der Unterhaltsbemessung nicht zu berücksichtigen. Ebenso wenig muss sich der Minderjährige die Zinserträge anrechnen lassen, soweit sie der Erhaltung des inneren Wertes des Mündelgelds dienen. (Eine Verzinsung von 4 % entspricht dem vom Gesetzgeber als pauschale Mindestabgeltung von Verzugsschäden (SZ 71/56) normierten gesetzlichen Zinssatz, der - bei der gebotenen pauschalierenden Sicht - als zur Erhaltung des inneren Werts des Mündelgelds notwendig anzusehen ist.)

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 1/05p
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 8 Ob 1/05p
  • 6 Ob 175/18f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 175/18f
    Auch; nur: Das dem Minderjährigen zugeflossene Schmerzengeld ist bei der Unterhaltsbemessung nicht zu berücksichtigen. (T1)
    Beisatz: Der Unterhaltsberechtigte ist nicht verhalten, erlangtes Schmerzengeld zur Abdeckung eines Sonderbedarfs durch Zukauf von Pflegeleistungen aufzuwenden. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120004

Im RIS seit

29.06.2005

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2019

Dokumentnummer

JJR_20050530_OGH0002_0080OB00001_05P0000_001