Rechtssatz RS0122364
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0122364
Entscheidungsdatum
25.05.2016
Rechtssatz
Die Identifizierungspflicht nach dem BWG spielt für die Beurteilung der Frage, ob die Schenkung eines Sparbuches wirksam zustandegekommen ist, keine Rolle.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 22/07d
Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 22/07d
Beisatz: Ungeachtet der Identifizierungsvorschriften des BWG wird daher ein mit Losungswort versehenes Sparbuch durch Übergabe und Mitteilung des Losungswortes ins Eigentum des Übernehmers übertragen. Die schenkungsweise Zession einer Forderung bedarf der Form eines Notariatsaktes dann nicht, wenn eine wirkliche Übergabe im Sinn des § 427 ABGB stattgefunden hat. (T1)
Veröff: SZ 2007/74
- 9 Ob 108/06g
Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 Ob 108/06g
Vgl auch; Beisatz: Sowohl § 40 BWG als auch § 32 Abs 4 Z 2 BWG dienen der Umsetzung der Geldwäscherichtlinie 91/308/EWG idF Richtlinie 2001/97/EG sowie der Empfehlungen der FATF, somit der Bekämpfung der Geldwäsche beziehungsweise auch der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Die Identifizierung und insbesondere die Dokumentation des Kunden dient diesem Zweck (8 Ob 22/07d mit umfangreichen Zitaten und Aufarbeitung der Literatur). Hingegen versteht sich die Regelung des § 32 Abs 4 Z 2 BWG nicht als ein Übertragungsverbot. (T2)
Veröff: SZ 2007/149
- 3 Ob 37/08z
Entscheidungstext OGH 10.04.2008 3 Ob 37/08z
- 6 Ob 53/08z
Entscheidungstext OGH 08.05.2008 6 Ob 53/08z
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
- 3 Ob 207/11d
Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 207/11d
Auch
- 14 Os 129/15z
Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
Auch
- 2 Ob 103/15h
Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 103/15h
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122364
Zuletzt aktualisiert am
22.06.2016
Dokumentnummer
JJR_20070521_OGH0002_0080OB00022_07D0000_001