Rechtssatz RS0123572
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0123572
Entscheidungsdatum
21.09.2018
Rechtssatz
Eine fehlende Einsichtsfähigkeit des Betroffenen und die dadurch erschwerte Kommunikation im Verhältnis zum Sachwalter stellt ein nahezu klassisches Problem bei der Übernahme von Sachwalterschaften für psychisch kranke Betroffene dar. Derartige Umstände bewirken - ebensowenig wie lediglich verbalaggressives Verhalten der behinderten Person - für sich alleine nicht die Unzumutbarkeit der Übernahme der Sachwalterschaft für einen Rechtsanwalt.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 105/08d
Entscheidungstext OGH 28.05.2008 7 Ob 105/08d
- 1 Ob 32/13g
Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 32/13g
- 3 Ob 196/14s
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 196/14s
Auch
- 3 Ob 55/16h
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 55/16h
Auch
- 1 Ob 27/16a
Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 27/16a
- 20 Os 16/16b
Entscheidungstext OGH 25.04.2017 20 Os 16/16b
Auch; Beisatz: Weder eine allgemeine (nicht auf einem mit dem Vertretungsbedürftigen vorbestehenden Konflikt beruhende) Abneigung noch die typischerweise fehlende (juristische) Einsichtsfähigkeit des Betroffenen bewirkt eine Unzumutbarkeit der Übernahme der Sachwalterschaft für einen Rechtsanwalt. (T1)
- 8 Ob 37/17z
Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 37/17z
Auch; nur: Lediglich verbalaggressives Verhalten der betroffenen Person bewirkt noch nicht die Unzumutbarkeit der Sachwalterschaft für einen Rechtsanwalt. (T2)
- 3 Ob 101/18a
Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 101/18a
Teilweise abweichend; nur T2; Beisatz: Hier: Massive Drohungen auch gegen Angehörige des Sachwalters und konkrete Versuche, deren Anschrift herauszufinden. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123572
Zuletzt aktualisiert am
24.10.2018
Dokumentnummer
JJR_20080528_OGH0002_0070OB00105_08D0000_001