Rechtssatz RS0124397
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0124397
Geschäftszahl
14Os123/08g (14Os124/08d, 14Os125/08a, 14Os126/08y); 14Os127/09x; 15Os85/21w (15Os86/21t, 15Os87/21i, 15Os88/21m)
Entscheidungsdatum
20.10.2021
Rechtssatz
Der aus den Prinzipien der Unmittelbarkeit und Mündlichkeit sowie dem - nunmehr ausdrücklich gesetzlich normierten - Beschleunigungsgebot (§§ 9, 232 Abs 2 StPO; § 34 Abs 2 StGB; Art 6 Abs 1 MRK) ableitbare Grundsatz der Kontinuität der Hauptverhandlung (Verfahrenskonzentration) beinhaltet auch, dass die einmal begonnene Hauptverhandlung möglichst in einem Zug durchgeführt und (in der Regel) mit Urteil beendet werden soll. Nur aus den in §§ 273 bis 276 StPO (in Verbindung mit § 226 StPO) genannten Gründen darf es somit zu einer Vertagung kommen.Der aus den Prinzipien der Unmittelbarkeit und Mündlichkeit sowie dem - nunmehr ausdrücklich gesetzlich normierten - Beschleunigungsgebot (Paragraphen 9, 232, Absatz 2, StPO; Paragraph 34, Absatz 2, StGB; Artikel 6, Absatz eins, MRK) ableitbare Grundsatz der Kontinuität der Hauptverhandlung (Verfahrenskonzentration) beinhaltet auch, dass die einmal begonnene Hauptverhandlung möglichst in einem Zug durchgeführt und (in der Regel) mit Urteil beendet werden soll. Nur aus den in Paragraphen 273 bis 276 StPO (in Verbindung mit Paragraph 226, StPO) genannten Gründen darf es somit zu einer Vertagung kommen.
Entscheidungstexte
- 14 Os 123/08g
Entscheidungstext OGH 04.11.2008 14 Os 123/08g
- 14 Os 127/09x
Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 127/09x
Vgl; Beisatz: Eine Vertagung der Hauptverhandlung „aus Zweckmäßigkeitsgründen" ist im Gesetz nicht vorgesehen. (T1)
- 15 Os 85/21w
Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 85/21w
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124397
Zuletzt aktualisiert am
28.02.2022
Dokumentnummer
JJR_20081104_OGH0002_0140OS00123_08G0000_002