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Rechtssatz RS0124433×

Rechtssatz RS0124433

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0124433

Geschäftszahl

14Bkd7/08; 14Bkd1/09; 4Bkd4/08; 16Bkd12/09; 22Os1/14h; 22Ds3/17m

Entscheidungsdatum

27.06.2017

Rechtssatz

Nur geringfügiges Verschulden eines Rechtsanwalts, der entgegen den Regelungen zur Übernahme und Durchführung von Treuhandschaften (Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 2 b, RAO und Paragraph 9 b, Absatz 3,, Absatz 4, RL-BA) eine Treuhandschaft übernommen, ordnungsgemäß abgewickelt und seinen Rechtsstandpunkt damit begründet hatte, dass die Verpflichtung zum Beitritt zum Treuhandverband dem verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht auf Freiheit der Erwerbstätigkeit gemäß Artikel 6, StGG widerspreche, weil der Verfassungsgerichtshof in der Folge diese Bedenken teilte. Mit Urteil vom 4. Dezember 2008, G 15/08-12, hob der Verfassungsgerichtshof nämlich Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 2 b, RAO als verfassungswidrig auf. Paragraph 9 b, RL-BA und das Statut der Treuhand-Revision der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich wurden als gesetzwidrig aufgehoben. Die Aufhebungen treten jeweils mit 31. Dezember 2009 in Kraft. Ausdrücklich dekretierte er, dass Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 2 b, RAO in Widerspruch zu Artikel 18, B-VG stehe. Es erfolgte daher ein Freispruch des Disziplinarbeschuldigten nach Paragraph 3, DSt 1990.

Entscheidungstexte

  • 14 Bkd 7/08
    Entscheidungstext OGH 26.01.2009 14 Bkd 7/08
  • 14 Bkd 1/09
    Entscheidungstext OGH 25.05.2009 14 Bkd 1/09
    Auch
  • 4 Bkd 4/08
    Entscheidungstext OGH 08.06.2009 4 Bkd 4/08
    Auch
  • 16 Bkd 12/09
    Entscheidungstext OGH 05.07.2010 16 Bkd 12/09
    Vgl auch; Beisatz: Außergewöhnlichen Begleitumständen („reine Formalfehler“ bzw „geringe Formverstöße“) kommt auch bei der Abwicklung von Treuhandgeschäften, deren absolut korrekte und stringente Durchführung im besonderen Standesinteresse liegt, bei der Strafbemessung nach § 16 Abs 6 DSt und damit der Wahl einer der nach § 16 Abs 1 DSt vorgesehenen Strafarten Bedeutung zu. Es kann sogar die Anwendung des § 3 DSt geboten sein. (T1)
  • 22 Os 1/14h
    Entscheidungstext OGH 11.11.2014 22 Os 1/14h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 22 Ds 3/17m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2017 22 Ds 3/17m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124433

Im RIS seit

25.02.2009

Zuletzt aktualisiert am

10.08.2017

Dokumentnummer

JJR_20090126_OGH0002_014BKD00007_0800000_001