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Rechtssatz RS0124922×

Rechtssatz RS0124922

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0124922

Entscheidungsdatum

25.05.2016

Rechtssatz

Paragraph 191, StPO normiert ein amtswegig wahrzunehmendes, auf verfahrensökonomischen Überlegungen beruhendes prozessuales Verfolgungshindernis (WK-StPO Paragraph 191, Rz 5 ff), bei dessen beschlussmäßiger Anwendung auch in oder nach der Hauptverhandlung die Feststellung tatbestandsmäßigen, rechtswidrigen und schuldhaften Handelns des Angeklagten nicht nur nicht geboten, sondern tunlichst zu vermeiden ist. Vielmehr hat das Gericht (die Staatsanwaltschaft) - der verfahrensökonomischen Zielsetzung dieser Regelung entsprechend - die Notwendigkeit einer Bestrafung oder diversionellen Vorgehens anhand des in einer Gesamtabwägung zu ermittelnden (geringen) Störwerts der Tat zu prüfen und bei negativem Ergebnis von einer weiteren Erörterung des für diese Prüfung nur hypothetisch zu Grunde gelegten Sachverhalts Abstand zu nehmen vergleiche zum Ganzen: WK-StPO Paragraph 191, Rz 24 und 34).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 25/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 14 Os 25/09x
  • 13 Os 103/14t
    Entscheidungstext OGH 06.11.2014 13 Os 103/14t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Freispruch nach Anklagerückziehung. (T1)
  • 15 Os 6/16w
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 15 Os 6/16w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124922

Im RIS seit

11.06.2009

Zuletzt aktualisiert am

27.06.2016

Dokumentnummer

JJR_20090512_OGH0002_0140OS00025_09X0000_001