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Rechtssatz RS0125818

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0125818

Geschäftszahl

2Ob252/09m; 2Ob186/11h

Entscheidungsdatum

28.03.2012

Rechtssatz

Der Oberste Gerichtshof stellt gemäß Artikel 89, Absatz 2, B-VG (Artikel 140, Absatz eins, B-VG) an den Verfassungsgerichtshof den Antrag, die Wortfolge „wobei die Haftung der Spielbankleitung der Höhe nach mit der Differenz zwischen dem nach Verlusten das Existenzminimum unterschreitenden Nettoeinkommen des Spielers unter Berücksichtigung seines liquidierbaren Vermögens einerseits und dem Existenzminimum andererseits abschließend beschränkt ist; höchstens beträgt der Ersatz das konkrete Existenzminimum“ im 6. Satz des Paragraph 25, Absatz 3, Glücksspielgesetz (GSpG) in der Fassung BGBl römisch eins 2005/105 als verfassungswidrig aufzuheben.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 252/09m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 2 Ob 252/09m
    Beisatz: Die Einschränkung der Haftung in § 25 Abs 3 GSpG auf grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz und darüber hinaus betragsmäßig auf das Existenzminimum bevorzugt den Konzessionsnehmer nach diesem Gesetz gegenüber allen übrigen Schädigern, die Schutzgesetze verletzen. Dies widerspricht mangels sachlicher Rechtfertigung dem in Art 7 B-VG normierten Gleichheitsgrundsatz. (T1)
  • 2 Ob 186/11h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 186/11h
    Vgl; Beisatz: Der Verfassungsgerichtshof hat die Verfassungswidrigkeit der betreffenden Wortfolge des § 25 Abs 3 GSpG festgestellt. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0125818

Im RIS seit

11.06.2010

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2012

Dokumentnummer

JJR_20100325_OGH0002_0020OB00252_09M0000_001