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Rechtssatz RS0126253×

Rechtssatz RS0126253

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0126253

Geschäftszahl

13Os93/10s (13Os94/10p, 13Os95/10k, 13Os96/10g, 13Os97/10d, 13Os98/10a)

Entscheidungsdatum

30.09.2010

Norm

FinStrG §195 Abs1
FinStrG §220
FinStrG §221 Abs1
FinStrG §222
FinStrG §223
StPO §31 Abs5 Z2 B
StPO §32 Abs3

Rechtssatz

Paragraph 221, Absatz eins, FinStrG betrifft jeden Fall von Wiederaufnahme zu Gunsten des Verurteilten aufgrund von die Gerichtszuständigkeit oder den strafbestimmenden Wertbetrag in Frage stellenden „neuen Tatsachen oder Beweisen“ (einschließlich der Fälle des Paragraph 223, FinStrG), sodass über die Wiederaufnahme nach Paragraph 220, FinStrG mangels besonderer Anordnung ein mit drei Richtern besetzter Senat (Paragraph 195, Absatz eins, FinStrG in Verbindung mit Paragraph 31, Absatz 5, Ziffer 2, StPO), über eine solche nach Paragraphen 221 bis 223 FinStrG hingegen der nach Paragraph 221, Absatz eins, FinStrG zur Entscheidung allein berufene Vorsitzende des (nach Paragraph 357, Absatz eins, letzter Fall StPO zuständigen) Gerichts zu entscheiden hat. Zielt schließlich die Wiederaufnahme außerhalb des Regelungsbereichs des Paragraph 221, Absatz eins, FinStrG auf einen Freispruch des Verurteilten, gelten mangels besonderer Bestimmungen im FinStrG jene der StPO (Paragraph 195, Absatz eins, FinStrG), womit auch in diesen Fällen die Entscheidung über einen Antrag auf Wiederaufnahme dem Landesgericht als Senat von drei Richtern obliegt (Paragraph 31, Absatz 5, Ziffer 2, StPO).

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126253

Im RIS seit

23.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2010

Dokumentnummer

JJR_20100930_OGH0002_0130OS00093_10S0000_001