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Rechtssatz RS0126596

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126596

Geschäftszahl

1Ob204/10x; 1Ob24/11b

Entscheidungsdatum

24.05.2011

Rechtssatz

Stellt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die Konventionswidrigkeit einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe durch ein österreichisches Gericht (hier wegen Paragraph 209, StGB in der Fassung Bundesgesetzblatt Nr 60 aus 1974,) fest, ist für die Verjährung des Entschädigungsanspruchs nach Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 3, StEG 2005 nicht auf die Kenntnis der Entscheidung des EGMR abzustellen. Der Anspruch verjährt in der Regel in 3 Jahren nach Ablauf des Tages, an dem der Geschädigte nach Wiederaufnahme oder Erneuerung des Verfahrens Kenntnis von der nachträglichen Einstellung des Verfahrens, von seinem Freispruch oder der Verhängung einer milderen Strafe oder vorbeugenden Maßnahme erhält, weil erst dann die vollständige Kenntnis der anspruchsbegründenden Voraussetzungen im Sinne des Paragraph 8, Absatz eins, StEG 2005 vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 204/10x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 204/10x
    Veröff: SZ 2010/156
  • 1 Ob 24/11b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 24/11b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126596

Im RIS seit

08.04.2011

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2013

Dokumentnummer

JJR_20101215_OGH0002_0010OB00204_10X0000_001