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Rechtssatz RS0126901

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0126901

Geschäftszahl

13Os134/10w

Entscheidungsdatum

12.05.2011

Rechtssatz

Die Existenz einer bestimmten, als Zahlungsmittel gesetzlich vorgesehenen Banknote als Vorbild ist keine Voraussetzung des Nachmachens. Das Falsifikat muss aber, um den Anforderungen an die Verwechslungstauglichkeit zu genügen, im Wesentlichen die von der Allgemeinheit (den Teilnehmern am Zahlungsverkehr) als für ein gesetzliches Zahlungsmittel wesensbestimmend angesehenen Merkmale aufweisen. Deshalb kommt ‑ unter der Voraussetzung der Verwechslungstauglichkeit ‑ auch sogenanntes „Fantasiegeld“, also etwa Falsifikate mit gesetzlich nicht vorgesehenem Nennwert als Deliktsobjekt der Paragraphen 232, 233, 236 und 241 StGB in Frage.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 134/10w
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 134/10w
    Bem: Unter ausdrücklicher Ablehnung der gegenteiligen Ansicht von Schroll (in WK² § 232 Rz 9). (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0126901

Im RIS seit

30.06.2011

Zuletzt aktualisiert am

30.06.2011

Dokumentnummer

JJR_20110512_OGH0002_0130OS00134_10W0000_003