Rechtssatz RS0127040
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0127040
Entscheidungsdatum
19.11.2013
Norm
AEUV Lissabon Art267
EG‑RL 2005/29/EG ‑ Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken UGP‑RL 32005L0029 Art5
EG‑RL 2005/29/EG ‑ Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken UGP‑RL 32005L0029 Art6
EG‑RL 2005/29/EG ‑ Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken UGP‑RL 32005L0029 Art7
EG‑RL 2005/29/EG ‑ Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken UGP‑RL 32005L0029 Art8
EG‑RL 2005/29/EG ‑ Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken UGP‑RL 32005L0029 Art9
Rechtssatz
I. Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird gemäß Art 267 AEUV folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:römisch eins. Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird gemäß Artikel 267, AEUV folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:
Ist Art 5 der Richtlinie 2005/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken im binnenmarktinternen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern und zur Änderung der Richtlinien 84/450/EWG, 97/7/EG, 98/27/EG und 2002/65/EG sowie der Verordnung (EG) Nr 2006/2004 (Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken) dahin auszulegen, dass bei irreführenden Geschäftspraktiken iSd Art 5 Abs 4 dieser Richtlinie eine gesonderte Prüfung der Kriterien des Art 5 Abs 2 lit a der Richtlinie unzulässig ist?Ist Artikel 5, der Richtlinie 2005/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken im binnenmarktinternen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern und zur Änderung der Richtlinien 84/450/EWG, 97/7/EG, 98/27/EG und 2002/65/EG sowie der Verordnung (EG) Nr 2006 aus 2004, (Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken) dahin auszulegen, dass bei irreführenden Geschäftspraktiken iSd Artikel 5, Absatz 4, dieser Richtlinie eine gesonderte Prüfung der Kriterien des Artikel 5, Absatz 2, Litera a, der Richtlinie unzulässig ist?
Entscheidungstexte
- 4 Ob 27/11s
Entscheidungstext OGH 05.07.2011 4 Ob 27/11s
- 4 Ob 47/12h
Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 47/12h
Vgl auch; Beisatz: Selbst wenn man die Einhaltung der beruflichen Sorgfalt für relevant hielte, müsste sie bei objektiver Irreführungseignung einer Geschäftspraktik vom belangten Unternehmer behauptet und bewiesen werden. (T1)
- 4 Ob 72/12k
Entscheidungstext OGH 11.05.2012 4 Ob 72/12k
Vgl auch; Beis wie T1
- 4 Ob 127/12y
Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 127/12y
Auch; Beis wie T1
- 4 Ob 202/12b
Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 202/12b
Vgl auch; Beis wie T1
- 4 Ob 183/13k
Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 183/13k
Vgl auch; Beisatz: Mit Urteil des Gerichtshofs vom 19. September 2013, Rs C‑435/11, antwortete der Europäische Gerichtshof, dass die hier maßgebliche Richtlinie dahin auszulegen ist, dass im Fall einer Geschäftspraxis, die alle in Art 6 Abs 1 dieser Richtlinie genannten Voraussetzungen für eine Einstufung als den Verbraucher irreführende Praxis erfüllt, nicht geprüft zu werden braucht, ob eine solche Praxis auch den Erfordernissen der beruflichen Sorgfalt im Sinn von Art 5 Abs 2 lit a der Richtlinie widerspricht, um sie als unlauter und mithin nach Art 5 Abs 1 der Richtlinie verboten ansehen zu können. (T2)
Bem: Siehe auch RS0129125. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127040
Zuletzt aktualisiert am
14.01.2014
Dokumentnummer
JJR_20110705_OGH0002_0040OB00027_11S0000_001