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Rechtssatz RS0127237×

Rechtssatz RS0127237

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127237

Entscheidungsdatum

02.07.2020

Rechtssatz

Da aufgrund der Eigenart der in Rede stehenden Tiere (Hühner) die Beeinträchtigung der fremden Liegenschaft mit zumutbaren Maßnahmen verhindert werden kann, liegt kein Anwendungsfall einer allenfalls zulässigen Eigentumsbeschränkung iSd Paragraph 364, Absatz 2, ABGB vor; der beeinträchtigte Eigentümer ist vielmehr durch die actio negatoria iSd Paragraph 523, ABGB (Eigentumsfreiheitsklage) geschützt, ohne dass es auf die Kriterien der Ortsüblichkeit und Wesentlichkeit des Eingriffs ankommt.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 52/11m
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 Ob 52/11m
    Veröff: SZ 2011/130
  • 5 Ob 138/11x
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 138/11x
    Vgl aber; Beisatz: Das Eindringen von Katzen ist nach § 364 Abs 2 ABGB zu beurteilen. (T1)
    Bem: Siehe RS0127271 und RS0127272. (T2)
    Veröff: SZ 2011/132
  • 3 Ob 86/18w
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 86/18w
    Auch; Beisatz: Es ist nicht unvertretbar (kleine) Hunde nach § 523 ABGB zu beurteilen. (T3)
  • 4 Ob 64/20w
    Entscheidungstext OGH 02.07.2020 4 Ob 64/20w
    Vgl; Beisatz: Hier: Pfaue – ebenso wie Hühner – als „beherrschbar“ anzusehen, bewegt sich im Rahmen des den Gerichten eingeräumten Beurteilungsspielraums. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127237

Im RIS seit

13.12.2011

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2020

Dokumentnummer

JJR_20111108_OGH0002_0100OB00052_11M0000_001