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Rechtssatz RS0127314

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0127314

Entscheidungsdatum

30.09.2020

Norm

StPO §252 Abs1 Z1
StPO §247a
StPO §281 Abs1 Z3
StPO §281 Abs1 Z4 B
EMRK Art6 Abs3 litd IV4
EU-RHÜ Art10 Abs3
EU-RHÜ Art10 letzter Absatz

Rechtssatz

Die Möglichkeit, die Vernehmung gemäß Paragraph 247 a, Absatz 2, StPO im Wege einer Videokonferenz durchzuführen, ändert nichts an der Verlesungszulässigkeit nach Paragraph 252, Absatz eins, Ziffer eins, StPO. Ein Begehren um Vernehmung in Form einer Videokonferenz (im Rechtshilfeweg) ist dem Antrag auf Befragung eines Zeugen nicht ohne weiteres zu unterstellen, weil eine derartige Vernehmung – wie sich aus Paragraph 247 a, StPO und Artikel 10, Absatz 3 und letzter Absatz EU-RHÜ unzweifelhaft ergibt – bloß ein Surrogat der unmittelbaren, persönlichen Befragung vor dem erkennenden Gericht darstellt und dem Antragsgegenstand daher nicht gleichzuhalten ist.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127314

Im RIS seit

12.01.2012

Zuletzt aktualisiert am

21.12.2020

Dokumentnummer

JJR_20111215_OGH0002_0130OS00135_11V0000_001