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Rechtssatz RS0127742

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127742

Geschäftszahl

10ObS71/11f; 10ObS72/14g

Entscheidungsdatum

15.07.2014

Rechtssatz

Paragraph 134, Absatz 4, ASVG; Paragraph 134, Absatz 5, ASVG; Paragraph 144, Absatz 5, ASVG:

Die Annex-Kosten einer Anfahrt mit dem Rettungsfahrzeug sind vom Krankenversicherungsträger jedenfalls dann zu ersetzen, wenn für die den Rettungseinsatz anfordernde Person ein - ex ante betrachtet - objektiv ausreichender Krankheitsverdacht bestand und - ohne dass der Krankheitsverdacht ausgeräumt ist - der zur Abklärung notwendige Transport in eine Krankenanstalt oder andere Vertragseinrichtung nur deshalb unterbleibt, weil ein nicht ausreichend einsichtsfähiger (hier: unter Sachwalterschaft stehender) Patient diesen verweigert („Revers“).

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 71/11f
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 10 ObS 71/11f
    Veröff: SZ 2012/32
  • 10 ObS 72/14g
    Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 ObS 72/14g
    Vgl; Beisatz: Der Krankentransport muss medizinisch indiziert sein. (T1)
    Beisatz: Vom Versicherten, der ein Rettungstransportmittel anfordert, dürfen besondere medizinische Kenntnisse nicht erwartet werden. Es reicht aus, dass die Notwendigkeit für den Anfordernden hinreichend wahrscheinlich sein musste. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127742

Im RIS seit

04.06.2012

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2014

Dokumentnummer

JJR_20120313_OGH0002_010OBS00071_11F0000_002