Rechtssatz RS0127872
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0127872
Entscheidungsdatum
19.11.2024
Rechtssatz
Ein Arzt darf ‑ ähnlich wie ein Rechtsanwalt ‑ „in eigener Sache“ Berufsgeheimnisse im unbedingt notwendigen Ausmaß preisgeben.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 50/12x
Entscheidungstext OGH 25.04.2012 7 Ob 50/12x
Beisatz: Insbesondere treffen die Erwägungen, dass keine Verschwiegenheitspflicht besteht, falls der Rechtsanwalt ihm in Ausübung seines Berufs anvertraute oder bekannt gewordene Geheimnisse „in eigener Sache“ vorbringen muss, um seine Honorarforderung gegen den Mandanten durchzusetzen oder sich in einem Strafverfahren zu verteidigen oder behauptete Schadenersatzansprüche abzuwehren, auch auf Ärzte zu. (T1)
Beisatz: Hier: Der beklagte Arzt legte ‑ als Nebenintervenient in einem Kunstfehlerprozess ‑ die vollständige Krankengeschichte des Klägers vor. (T2); Veröff: SZ 2012/51
- 4 Ob 138/16x
Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 138/16x
Vgl
- 9 ObA 118/17v
Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 118/17v
Auch
- 6 Ob 229/18x
Entscheidungstext OGH 27.02.2019 6 Ob 229/18x
- 10 Ob 47/24w
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.11.2024 10 Ob 47/24w
vgl; Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127872
Zuletzt aktualisiert am
24.03.2025
Dokumentnummer
JJR_20120425_OGH0002_0070OB00050_12X0000_001