Rechtssatz RS0128013
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0128013
Entscheidungsdatum
31.08.2018
Norm
EuGVVO 2012 Art7 Nr2
LGVÜ 1988 Art5 Z3
Rechtssatz
Wird im Anwendungsbereich des LGVÜ 1988 eine gegen im Ausland wohnhafte Organe einer Gesellschaft gerichtete Klage von in Österreich wohnhaften Klägern auf Ersatz von Anlegerschäden sowohl auf die Verletzung von Aufklärungspflichten als auch auf Anlagebetrug gestützt, ist die internationale Zuständigkeit der österreichischen Gerichte nur insoweit gegeben, als die Klage auf Anlagebetrug gestützt wird (in diesem Sinn auch EuGH 27.9.1988, 189/87, Kalfelis).
Entscheidungstexte
- 3 Ob 14/12y
Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 14/12y
- 6 Ob 18/17s
Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
Vgl; Beisatz: Eine Annexzuständigkeit für deliktische Ansprüche in dem Fall, dass das Gericht für einen bestimmten, etwa vertraglichen Anspruchsgrund zuständig ist, besteht im Europäischen Zivilverfahrensrecht nicht. (T1)
Veröff: SZ 2017/79
- 6 Ob 128/18v
Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 128/18v
Vgl; Beisatz: Dem Zuständigkeitsregime der EuGVVO ist eine Annexzuständigkeit ratione materiae unbekannt. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128013
Zuletzt aktualisiert am
17.06.2020
Dokumentnummer
JJR_20120614_OGH0002_0030OB00014_12Y0000_001