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Rechtssatz RS0128200×

Rechtssatz RS0128200

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0128200

Entscheidungsdatum

25.11.2025

Rechtssatz

Die Möglichkeit der Beteiligung des Beschuldigten bei einer Verhandlung durch „Zuschaltung“ mittels technischer Einrichtungen zur Wort- und Bildübertragung („Videokonferenz“) sieht die Strafprozessordnung nur für die Durchführung einer Haftverhandlung (Paragraph 176, Absatz 3, in Verbindung mit Paragraph 153, Absatz 4, StPO), nicht jedoch für die Hauptverhandlung vor. Ist für das Gericht ersichtlich, dass dem Angeklagten ein (persönliches) Erscheinen bei Gericht zufolge eines „unabweisbaren Hindernisses“ verwehrt ist, so kommt ein Verfahren in Abwesenheit von vornherein nicht in Betracht.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 96/12b
    Entscheidungstext OGH 28.08.2012 12 Os 96/12b
  • 13 Os 122/17s
    Entscheidungstext OGH 06.12.2017 13 Os 122/17s
    Auch; Beisatz: Eine (dennoch) auf diese Weise durchgeführte Hauptverhandlung (und Urteilsfällung) findet in Abwesenheit des Angeklagten statt. (T1)
  • 11 Ns 9/20t
    Entscheidungstext OGH 02.03.2020 11 Ns 9/20t
    Vgl; Beisatz: Rechtslage vor BGBl I 2020/14. (T2)
  • 21 Ds 5/25k
    Entscheidungstext OGH 25.11.2025 21 Ds 5/25k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128200

Im RIS seit

22.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2026

Dokumentnummer

JJR_20120828_OGH0002_0120OS00096_12B0000_001