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Rechtssatz RS0128498×

Rechtssatz RS0128498

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0128498

Geschäftszahl

15Os152/12k; 11Os160/12g (11Os161/12d); 14Os48/21x (14Os50/21s)

Entscheidungsdatum

16.11.2021

Rechtssatz

Kriminalpolizeiliche Zwangsakte, die ohne gerichtliche oder staatsanwaltliche Anordnung vorgenommen wurden, unterliegen, ausschließlich der Kognitionsbefugnis der Unabhängigen Verwaltungssenate gemäß Paragraph 88, SPG. Im Fall kriminalpolizeilichen Handelns aufgrund einer staatsanwaltschaftlichen Anordnung hingegen liegt ein Akt der Gerichtsbarkeit gemäß Artikel 90 a, B-VG vor, weshalb in diesem Bereich ein Einspruch gemäß Paragraph 106, StPO zulässig und von den Strafgerichten meritorisch zu erledigen ist. Lediglich im Fall einer offenkundigen Überschreitung der staatsanwaltschaftlichen Anordnung durch die Polizei im Sinn eines Exzesses liegt ein der Verwaltung zuzurechnendes Organhandeln vor.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 152/12k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2012 15 Os 152/12k
    Beisatz: Hier: kein Exzess im Fall der Behauptung einer bei der Durchführung der Anordnung erfolgten Verletzung des § 121 Abs 2 und 3 StPO. (T1)
  • 11 Os 160/12g
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 11 Os 160/12g
  • 14 Os 48/21x
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 14 Os 48/21x
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128498

Im RIS seit

19.03.2013

Zuletzt aktualisiert am

14.02.2022

Dokumentnummer

JJR_20121212_OGH0002_0150OS00152_12K0000_001