Rechtssatz RS0129630
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0129630
Entscheidungsdatum
14.12.2015
Rechtssatz
Ob eine Organstrafverfügung formgerecht (schriftlich) oder mündlich erlassen wurde, ist unter dem Aspekt von Missbrauch der Amtsgewalt bedeutungslos.
Entscheidungstexte
- 17 Os 36/14v
Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 36/14v
- 17 Os 24/15f
Entscheidungstext OGH 14.12.2015 17 Os 24/15f
Vgl auch; Beisatz: Der Gebrauch der iSd § 50 Abs 1 erster Satz VStG eingeräumten Befugnis besteht in einer Entscheidung des Ermächtigten zur Einhebung zugleich (iS von § 50 Abs 6 zweiter Satz VStG auflösend bedingt) verhängter Geldstrafen. Verwendung und Ausfüllen der von § 50 Abs 5 VStG angesprochenen Drucksorte und Abführen des entscheidungsgemäß eingenommenen Geldbetrags sind nachgelagerte Pflichten. Gibt die ausgefüllte Drucksorte die Entscheidung, mit Organstrafverfügung eine Geldstrafe in bestimmte Höhe einzuheben, nicht richtig wieder, ändert dies den Inhalt der Entscheidung nicht. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129630
Zuletzt aktualisiert am
08.02.2016
Dokumentnummer
JJR_20140811_OGH0002_0170OS00036_14V0000_001