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Rechtssatz RS0130369×

Rechtssatz RS0130369

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0130369

Geschäftszahl

7Ob81/15k

Entscheidungsdatum

02.07.2015

Rechtssatz

Der Versicherer hat die objektive Verletzung der Obliegenheit durch den Versicherungsnehmer zu behaupten und beweisen. Bei einer Obliegenheit nach Paragraph 6, Absatz eins a, Satz 1 VersVG muss dann der Versicherungsnehmer beweisen, dass ihn nicht einmal leichte Fahrlässigkeit trifft. Da Paragraph 6, Absatz eins a, erster Satz VersVG eine im Vergleich zu Paragraph 6, Absatz eins, VersVG den Versicherungsnehmer begünstigende Regel ist, hat der Versicherungsnehmer auch nachzuweisen, dass der Versicherer das höhere Risiko zu höheren Prämien versichert. Das heißt, um in den Genuss der Verhältnismäßigkeitsregel zu kommen, muss der Versicherungsnehmer beweisen, dass es sich um eine äquivalenzwahrende Obliegenheit handelt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 81/15k
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 81/15k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130369

Im RIS seit

23.11.2015

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2015

Dokumentnummer

JJR_20150702_OGH0002_0070OB00081_15K0000_001