Rechtssatz RS0130662
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0130662
Entscheidungsdatum
23.10.2025
Rechtssatz
Das Entgelt für ein Darlehen besteht ausdrücklich nur „in der Regel“ in der Bezahlung von Zinsen. Die Parteien haben bei der Gestaltung des Entgelts grundsätzlich freie Hand. Daher ist alles, was der Kreditnehmer über die Rückgabe der Valuta hinaus für den Erhalt der Leistung des Kreditgebers zu geben hat, Entgelt im Sinne dieser Bestimmung. Dies gilt auch für laufzeitunabhängige „Bearbeitungs-“ oder „Manipulationsgebühren“.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 13/16d
Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 13/16d
Veröff: SZ 2016/41
- 10 Ob 31/16f
Entscheidungstext OGH 11.10.2016 10 Ob 31/16f
- 4 Ob 62/22d
Entscheidungstext OGH 18.10.2022 4 Ob 62/22d
Vgl
- 4 Ob 59/22p
Entscheidungstext OGH 18.10.2022 4 Ob 59/22p
Vgl
- 2 Ob 139/22p
Entscheidungstext OGH 22.11.2022 2 Ob 139/22p
Vgl
- 3 Ob 155/22y
Entscheidungstext OGH 17.11.2022 3 Ob 155/22y
Vgl; Beisatz: Hier: Verwaltungspauschale, Chipgebühr und halbjährliche Servicepauschale neben dem monatlichen Mitgliedsbeitrag gemäß § 879 Abs 3 ABGB gröblich benachteiligend. (T1)
- 2 Ob 92/25f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2025 2 Ob 92/25f
vgl; Beisatz wie T2: Hier: Intransparenz einer Vereinbarung in einem Kreditvertrag nach § 6 Abs 3 KSchG, die ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von 12.150 EUR und davon nicht abgrenzbare Entgelte für „Liegenschaftsbesichtigung und -bewertung“, „Grundbuchsüberprüfung“ und „Abwicklung über Treuhänder“ vorsah. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130662
Zuletzt aktualisiert am
28.11.2025
Dokumentnummer
JJR_20160330_OGH0002_0060OB00013_16D0000_001