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Rechtssatz RS0130798

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0130798

Geschäftszahl

7Ob191/15m; 7Ob124/23w

Entscheidungsdatum

30.08.2023

Norm

ABGB §914 IIIh
Klipp & Klar U700 Art7.1
Klipp & Klar U700 Art7.8
private Unfallversicherung G 3. AUVB 2006

Rechtssatz

In der Unfallversicherung hat die Beurteilung des Vorliegens und des Grades einer dauernden Invalidität bezogen auf einzelne Körperteile bzw Sinnesorgane oder eine (nach medizinischen Gesichtspunkten) spezifische Funktionsbeeinträchtigung zu erfolgen. Es reicht daher die unstrittig lebenslang dauernde teilweise Funktionsunfähigkeit eines Organs (hier: beider Augen) nicht aus, um eine, damit nicht im Zusammenhang stehende, gegebenenfalls erst nach Ablauf eines Jahres eingetretene Funktionsstörung aus einem anderen medizinischen Fachgebiet im Rahmen einer Neubemessung berücksichtigen zu können.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 191/15m
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 191/15m
  • 7 Ob 124/23w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.08.2023 7 Ob 124/23w
    Beisatz: Bei der Funktionsbeeinträchtigung kommt es dabei nicht auf den Sitz der Verletzung an, sondern darauf, wo sich die Verletzung auswirkt. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130798

Im RIS seit

11.07.2016

Zuletzt aktualisiert am

06.10.2023

Dokumentnummer

JJR_20160615_OGH0002_0070OB00191_15M0000_002