Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0130932×

Rechtssatz RS0130932

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0130932

Geschäftszahl

15Os34/16p (15Os49/16v; 15Os50/16s; 15Os51/16p); 1Ob105/17y; 1Ob130/17z; 14Os137/22m (14Os138/22h)

Entscheidungsdatum

28.03.2023

Rechtssatz

Grundsätzlich sind sichergestellte Gegenstände  an jene Person herauszugeben, aus deren Verfügungsmacht sie entzogen wurden, es sei denn, dass diese Person offenkundig gar keine Berechtigung über den betreffenden Gegenstand hat. Bloße Zweifel an der Verfügungsberechtigung dieser Person rechtfertigen es nicht, die Herausgabe zu verweigern.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 34/16p
    Entscheidungstext OGH 07.09.2016 15 Os 34/16p
  • 1 Ob 105/17y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 105/17y
    Beisatz: Hier: Amtshaftungsverfahren. Rechtswidrige Ausfolgung eines zuvor (rechtswidrig) sichergestellten KfZ-Anhängers durch die Staatsanwaltschaft an jemand, der offensichtlich nicht zur Innehabung berechtigt war (vgl § 114 Abs 2 StPO). (T1)
  • 1 Ob 130/17z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 130/17z
  • 14 Os 137/22m
    Entscheidungstext OGH 28.03.2023 14 Os 137/22m
    vgl; Beisatz: Die Ausfolgung von sichergestellten oder beschlagnahmten Gegenständen an Personen, in deren Verfügungsmacht sie sich vor der Sicherstellung oder Beschlagnahme gar nicht befanden, ist de facto auf völlig unstrittige Sachverhaltskonstellationen beschränkt und setzt voraus, dass sich die Gegenstände auch tatsächlich in behördlicher Verfügungsmacht befinden. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130932

Im RIS seit

10.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

11.05.2023

Dokumentnummer

JJR_20160907_OGH0002_0150OS00034_16P0000_001