Rechtssatz RS0131281
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0131281
Entscheidungsdatum
13.09.2022
Norm
ASVG §143a
AbkSozSi Österreich – Bosnien und Herzegowina Art1 Abs1 Z4
AbkSozSi Österreich - Bosnien und Herzegowina Art1 Abs1 Z9
AbkSozSi Österreich - Bosnien und Herzegowina Art5
AbkSozSi Österreich - Bosnien und Herzegowina Art13
Rechtssatz
Das Rehabilitationsgeld nach § 143a ASVG ist eine Geldleistung iSd Art 1 Abs 1 Z 9 bzw Art 5 des Abkommens zwischen der Republik Österreich und Bosnien und Herzegowina über soziale Sicherheit. Art 13 des Abkommens steht der sich aus Art 5 ergebenden Exportverpflichtung nicht entgegen. Im Hinblick auf die für Rehabilitationsgeldbezieher gegebene Teilversicherung in der Krankenversicherung nach § 8 Abs 1 Z 1 lit d ASVG ist die aufrechte Krankenversicherung nicht als Anspruchsvoraussetzung für das Rehabilitationsgeld, sondern als Rechtsfolge des Rehabilitationsgeldbezugs zu sehen.Das Rehabilitationsgeld nach Paragraph 143 a, ASVG ist eine Geldleistung iSd Artikel eins, Absatz eins, Ziffer 9, bzw Artikel 5, des Abkommens zwischen der Republik Österreich und Bosnien und Herzegowina über soziale Sicherheit. Artikel 13, des Abkommens steht der sich aus Artikel 5, ergebenden Exportverpflichtung nicht entgegen. Im Hinblick auf die für Rehabilitationsgeldbezieher gegebene Teilversicherung in der Krankenversicherung nach Paragraph 8, Absatz eins, Ziffer eins, Litera d, ASVG ist die aufrechte Krankenversicherung nicht als Anspruchsvoraussetzung für das Rehabilitationsgeld, sondern als Rechtsfolge des Rehabilitationsgeldbezugs zu sehen.
Entscheidungstexte
- 10 ObS 122/16p
Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 ObS 122/16p
- 10 ObS 77/22d
Entscheidungstext OGH 13.09.2022 10 ObS 77/22d
Vgl; Beisatz: Hier. Auch wenn nach nationalem Recht der Krankenversicherungsträger über die Höhe des Rehabilitationsgeldes entscheidet, ist der beklagte Pensionsversicherungsträger „zuständiger Träger“ iSd Art 1 Abs 1 Z 4 AbkSozSi Österreich – Bosnien und Herzegowina, weil ihm die Entscheidung über den Rehabilitationsgeldanspruch dem Grunde nach obliegt. Dabei sind weder die Möglichkeit, im Wohnsitzstaat Rehabilitationsleistungen zu erbringen, noch jene, das Case Management dort zu administrieren, gesetzliche Voraussetzungen des Anspruchs auf Rehabilitationsgeld; der Gesetzgeber sanktioniert vielmehr die Verletzung von Mitwirkungspflichten der Versicherten in diesem Zusammenhang durch die Androhung des Ruhens des Anspruchs. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131281
Zuletzt aktualisiert am
02.11.2022
Dokumentnummer
JJR_20170124_OGH0002_010OBS00122_16P0000_001