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Rechtssatz RS0131476

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0131476

Geschäftszahl

15Os137/16k

Entscheidungsdatum

24.05.2017

Rechtssatz

Von der – vom Schöffensenat zu beschließenden – Abbrechung der Hauptverhandlung nach Paragraph 263, Absatz 3, StPO ist die – der Entscheidung des Vorsitzenden obliegende – Vertagung der   Hauptverhandlung nach Paragraph 276, StPO zu unterscheiden. Letztere hat nicht die in Paragraph 263, Absatz 4, StPO genannte Konsequenz und führt (selbst wenn die Verhandlung gemäß Paragraph 276 a, StPO wiederholt wird) auch nicht zum Entfall der temporären Wirksamkeit der Anklageausdehnung.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 137/16k
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Os 137/16k
    Beisatz: Der Ausspruch eines Verfolgungsvorbehalts ist daher nicht nur möglich, wenn die Hauptverhandlung gerade an jenem Verhandlungstag endet, an dem die Staatsanwaltschaft die Anklage ausgedehnt hat, sondern auch dann, wenn zwischen Anklageausdehnung und Urteilsfällung mehrere Verhandlungstage liegen. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131476

Im RIS seit

21.07.2017

Zuletzt aktualisiert am

21.07.2017

Dokumentnummer

JJR_20170524_OGH0002_0150OS00137_16K0000_001