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Rechtssatz RS0131549×

Rechtssatz RS0131549

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0131549

Entscheidungsdatum

05.11.2024

Rechtssatz

Paragraph 59, Absatz 2, BDG normiert eine Ausnahme vom Geschenkannahmeverbot des Absatz eins, hinsichtlich orts‑ oder landesüblicher Aufmerksamkeiten von geringem Wert. Die Annahme solcher Vorteile ist einem Beamten daher iSd Paragraph 305, Absatz 4, Ziffer eins, StGB gesetzlich erlaubt. Die (inhaltsgleiche, subsidiäre) Legaldefinition nicht ungebührlicher Vorteile nach Ziffer 3, (des Paragraph 305, Absatz 4, StGB) kommt insoweit nicht zur Anwendung.

Entscheidungstexte

  • 17 Os 10/17z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2017 17 Os 10/17z
    Beisatz: Nur wenn ein Vorteil die in § 59 Abs 2 BDG genannten Kriterien (Orts- oder Landesüblichkeit einerseits und geringen Wert andererseits) kumulativ erfüllt, ist er nicht ungebührlich. Prozessordnungskonforme Darstellung des Einwands fehlender Feststellungen zu diesen – vom Gesetz als Ausnahmesatz zum Tatbestand (§ 305 Abs 1 StGB) konzipierten – Kriterien erfordert den Hinweis auf ein indizierendes, in der Hauptverhandlung vorgekommenes Sachverhaltssubstrat. (T1)
  • 14 Os 37/22f
    Entscheidungstext OGH 24.08.2022 14 Os 37/22f
    Vgl; Beis wie T1
  • 14 Os 58/24x
    Entscheidungstext OGH 05.11.2024 14 Os 58/24x
    vgl; Beisatz: Auch geldwerte Zuwendungen (hier: Tankgutscheine und Autobahnvignetten) fallen unter den Begriff der Aufmerksamkeit iSd § 305 Abs 4 Z 3 StGB. Die Tatbestandseinschränkung nach dieser Bestimmung erfordert aber das kumulative Vorliegen geringen Werts der Aufmerksamkeit einerseits und deren Orts- oder Landesüblichkeit andererseits. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131549

Im RIS seit

31.08.2017

Zuletzt aktualisiert am

18.12.2024

Dokumentnummer

JJR_20170612_OGH0002_0170OS00010_17Z0000_001