Rechtssatz
Bei der Ausfallsbürgschaft (§ 1356 ABGB, § 98 EheG) sind drei Prüfschritte voneinander zu unterscheiden, und zwarBei der Ausfallsbürgschaft (Paragraph 1356, ABGB, Paragraph 98, EheG) sind drei Prüfschritte voneinander zu unterscheiden, und zwar
- der Wegfall der Subsidiarität nach § 98 Abs 2 EheG bzw im Sinn des § 1356 ABGB (Uneinbringlichkeit, Erfolglosigkeit, Aussichtslosigkeit, Unzumutbarkeit der Exekutionsführung),- der Wegfall der Subsidiarität nach Paragraph 98, Absatz 2, EheG bzw im Sinn des Paragraph 1356, ABGB (Uneinbringlichkeit, Erfolglosigkeit, Aussichtslosigkeit, Unzumutbarkeit der Exekutionsführung),
- die Verwirklichung eines Ausnahmetatbestands des § 1356 ABGB, um trotz Subsidiarität - die Verwirklichung eines Ausnahmetatbestands des Paragraph 1356, ABGB, um trotz Subsidiarität
dennoch auf den (Ausfalls-)Burgen greifen zu können,
- die Nachlässigkeit des Gläubigers bei der bisherigen Verfolgung des Anspruchs gegen den
Hauptschuldner.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131578
Dokumentnummer
JJR_20170530_OGH0002_0080OB00041_17P0000_001