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Rechtssatz RS0132071

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0132071

Geschäftszahl

28Ds3/17f; 21Ds9/23w

Entscheidungsdatum

15.07.2024

Norm

RAO §9 Abs1
RL-BA 1977 §10

Rechtssatz

Aus der Pflicht zur Parteientreue ergibt sich die Verpflichtung, im Rahmen des Mandatsverhältnisses erlangtes Wissen nicht zum Nachteil des Mandanten zu verwenden, um sich selbst einen unlauteren Vorteil zu verschaffen. Ein Rechtsanwalt darf demnach beim Abschluss von Verträgen in eigener Sache mit dem eigenen Mandanten (insbesondere in vermögensrechtlichen Angelegenheiten) das durch seine besondere (Vertrauens-)Stellung erlangte Wissen nicht zum eigenen Vorteil in einer gegen die Interessen des Mandanten gerichteten Weise verwenden.

Entscheidungstexte

  • 28 Ds 3/17f
    Entscheidungstext OGH 15.02.2018 28 Ds 3/17f
  • 21 Ds 9/23w
    Entscheidungstext OGH 15.07.2024 21 Ds 9/23w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132071

Im RIS seit

12.07.2018

Zuletzt aktualisiert am

28.08.2024

Dokumentnummer

JJR_20180215_OGH0002_0280DS00003_17F0000_001