Rechtssatz RS0132251
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0132251
Entscheidungsdatum
20.12.2023
Norm
DSG 2000 §4 Z14
DSG 2000 §8 Abs1 Z2
DSGVO Art4 Z11
DSGVO Art6 Abs1 lita
DSGVO Art7 Abs4
DSGVO Art7 Abs2
Rechtssatz
Bei der Koppelung der Einwilligung zu einer Verarbeitung vertragsunabhängiger personenbezogener Daten mit einem Vertragsabschluss ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Erteilung der Einwilligung nicht freiwillig erfolgt, wenn nicht im Einzelfall besondere Umstände für eine Freiwilligkeit der datenschutzrechtlichen Einwilligung sprechen.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 140/18h
Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 140/18h
Beisatz: Eine Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nach der der Vertragspartner der Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu Zwecken zustimmt, die für die Vertragsabwicklung nicht erforderlich sind, ist daher unzulässig bzw. intransparent. (T1)
Beisatz: Dies galt auch schon nach dem DSG 2000. (T2); Veröff: SZ 2018/66
- 6 Ob 56/19g
Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 56/19g
Beis wie T1
- 4 Ob 62/22d
Entscheidungstext OGH 18.10.2022 4 Ob 62/22d
Beis wie T1
- 4 Ob 59/22p
Entscheidungstext OGH 18.10.2022 4 Ob 59/22p
Beis wie T1
- 6 Ob 62/22v
Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 62/22v
Beis wie T1
- 6 Ob 205/23z
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.12.2023 6 Ob 205/23z
vgl; Beisatz: Hier: Verbandsverfahren. Klausel in einem Pauschalreisevertrag (Maturareise) zur Einwilligung in die Verwendung von auf der Reise gemachten Fotos, TV- oder Filmaufnahmen durch den Reiseveranstalter. (T3)
Beisatz: Die Klauseln entsprechen zudem nicht dem Transparenzgebot des Art 7 Abs 2 DSGVO, weil die Einwilligungserklärungen ohne besonderen Hinweis im Kontext mit anderen Inhalten angeführt werden. (T4)
Schlagworte
Koppelungsverbot
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132251
Zuletzt aktualisiert am
12.02.2024
Dokumentnummer
JJR_20180831_OGH0002_0060OB00140_18H0000_001