Rechtssatz RS0132294
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0132294
Entscheidungsdatum
25.06.2018
Norm
VBG 1984 §26 Abs2 Z4
AEUV Art157
GlBG §3
Richtlinie 2006/54/EG allg
Richtlinie 2000/78/EG allg
Rechtssatz
Eine Bestimmung, die die Verzögerung in der beruflichen Laufbahn der Einberufenen durch Anrechnung als Vordienstzeit zum Teil, wenngleich nicht im vollen Ausmaß, wieder ausgleicht, ist im Lichte des Gebots der Gleichbehandlung von Frauen und Männern unionsrechtlich nicht zu beanstanden.
Entscheidungstexte
- 8 ObA 19/18d
Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 ObA 19/18d
Beisatz: Die den Vertragsbediensteten im Zusammenhang mit seiner Verpflichtung zur Leistung von Zivildienst im Gesamtausmaß von zwölf Monaten gegenüber Frauen oder Männer jüngerer Geburtsjahrgänge treffenden Nachteile sind ausschließlich Folgen der unionsrechtlich zulässigen Entscheidung des österreichischen Wehrgesetzgebers, einen verpflichtenden Präsenzdienst bzw Zivildienst als Wehrersatzdienst lediglich für Männer vorzusehen, bzw dessen Dauer verkürzt zu haben. (T1)
Schlagworte
Wehrdienst, Zivildienst, Gleichbehandlung, Vordienstzeit, Anrechnung
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132294
Zuletzt aktualisiert am
04.12.2018
Dokumentnummer
JJR_20180625_OGH0002_008OBA00019_18D0000_001