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Rechtssatz RS0133072

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0133072

Geschäftszahl

8Ob107/19x

Entscheidungsdatum

27.02.2020

Norm

EUGVVO 2012 Art17
EUGVVO 2012 Art19
EUGVVO 2012 Art25
EUGVVO 2012 Art67
EWG-RL 93/13/EWG - missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen 31993L0013

Rechtssatz

Dem Gerichtshof der Europäischen Union werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:

1. Sind die Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr 1215 aus 2012,, insbesondere Artikel 25,, Artikel 17, Absatz 3,, Artikel 19,, allenfalls auch im Hinblick auf Artikel 67,, dahin auszulegen, dass sie einer Missbrauchskontrolle internationaler Gerichtsstandsvereinbarungen nach der Richtlinie 93/13/EWG bzw nach den entsprechenden nationalen Umsetzungsvorschriften entgegenstehen?

2. Ist Artikel 25, Absatz eins, erster Satz, letzter Halbsatz der Verordnung (EU) Nr 1215 aus 2012, („es sei denn, die Vereinbarung ist nach dem Recht dieses Mitgliedstaats materiell nichtig“) dahin auszulegen, dass dadurch

eine – auch über den harmonisierten Rechtsbereich hinausgehende – Inhaltskontrolle nach dem nationalen Recht des prorogierten Mitgliedstaats eröffnet wird?

3. Falls die Fragen 1 und 2 verneint werden:

Bestimmen sich die für eine Missbrauchskontrolle nach Maßgabe der Richtlinie 93/13/EWG anzuwendenden nationalen Umsetzungsvorschriften nach dem Recht des prorogierten Mitgliedstaats oder nach der lex causae des angerufenen Mitgliedstaats?

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2020:RS0133072

Im RIS seit

20.05.2020

Zuletzt aktualisiert am

19.02.2021

Dokumentnummer

JJR_20200227_OGH0002_0080OB00107_19X0000_001