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Rechtssatz RS0133264×

Rechtssatz RS0133264

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0133264

Entscheidungsdatum

15.12.2021

Rechtssatz

Die Erhöhung des Betrags, der dem Dolmetsch für seine Zuziehung zu einer Vernehmung oder gerichtlichen Verhandlung gebührt (Gebühr für Mühewaltung), setzt nach Paragraph 54, Absatz eins, Ziffer 3, GebAG voraus, dass es sich um eine besonders schwierige Dolmetschtätigkeit handelt. Schon auf Basis des Gesetzeswortlauts ist auf eine besondere Schwierigkeit der (in concreto abverlangten) Dolmetschtätigkeit als solcher abzustellen.

Dagegen findet sich im Gesetz kein Anhaltspunkt für die Sicht, bei der betreffenden Beurteilung seien – über Aspekte fachlicher Natur hinaus – auch äußere Umstände zu berücksichtigen, die (bloß) die Ausübung einer (nicht schon an sich besonders schwierigen) Dolmetschtätigkeit erschweren.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 87/20h
    Entscheidungstext OGH 15.09.2020 11 Os 87/20h
    Beisatz: Hier: Das (sich aus zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie ergangenen Vorschriften ergebende) Erfordernis, dabei Schutzmasken zu tragen, stellt demnach keine besondere Schwierigkeit im Sinn des § 54 Abs 1 Z 3 GebAG dar. (T1)
  • 12 Os 68/21y
    Entscheidungstext OGH 13.12.2021 12 Os 68/21y
    Vgl; Beis wie T1
  • 11 Os 65/21z
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 11 Os 65/21z
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2020:RS0133264

Im RIS seit

27.10.2020

Zuletzt aktualisiert am

01.02.2022

Dokumentnummer

JJR_20200915_OGH0002_0110OS00087_20H0000_001