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Rechtssatz RS0133939

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0133939

Geschäftszahl

9Ob12/22p

Entscheidungsdatum

24.03.2022

Norm

Brüssel IIa-VO Art3 Abs1 lita 5. Spiegelstrich
Brüssel IIa-VO Art3 Abs1 lita 6. Spiegelstrich

Rechtssatz

Das in Artikel 18, AEUV verankerte Verbot der Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit ist dahin auszulegen, dass es dem nicht entgegensteht, dass die Zuständigkeit des Gerichts des Aufenthaltsmitgliedstaats nach Artikel 3, Absatz eins, Buchst. a sechster Gedankenstrich der Verordnung (EG) Nr. 2201 aus 2003, des Rates vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1347 aus 2000, eine Mindestdauer des Aufenthalts des Antragstellers unmittelbar vor der Antragstellung voraussetzt, die sechs Monate kürzer ist als die in Artikel 3, Absatz eins, Buchst. a fünfter Gedankenstrich dieser Verordnung vorgesehene, und zwar deshalb, weil der Antragsteller Angehöriger dieses Mitgliedstaates ist.

Entscheidungstexte

  • 9 Ob 12/22p
    Entscheidungstext OGH 24.03.2022 9 Ob 12/22p

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2022:RS0133939

Im RIS seit

18.05.2022

Zuletzt aktualisiert am

18.05.2022

Dokumentnummer

JJR_20220324_OGH0002_0090OB00012_22P0000_001