Rechtssatz RS0134027
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0134027
Entscheidungsdatum
25.09.2024
Rechtssatz
Die Bestimmungen über die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens sollen Gläubiger einer Bank nicht davor schützen, dass ihnen aufgrund der unterbliebenen Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens durch künftige Straftaten der Organe dieser Bank ein Vermögensschaden entsteht. Dass ein solcher Schaden durch die frühere Einleitung eines Ermittlungsverfahrens uU verhindert werden hätte können, kann als bloße Reflexwirkung pflichtgemäßen Verhaltens keinen Amtshaftungsanspruch begründen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 91/22x
Entscheidungstext OGH 14.07.2022 1 Ob 91/22x
- 1 Ob 104/22h
Entscheidungstext OGH 12.10.2022 1 Ob 104/22h
Beisatz: Auch die Verständigungspflicht gemäß § 194 Abs 3 StPO dient nicht dem Schutz künftiger Gläubiger der Bank, deren Organe bestimmter Straftaten bezichtigt wurden, davor, durch weitere Straftaten allenfalls einen Vermögensschaden zu erleiden. (T1)
- 1 Ob 140/22b
Entscheidungstext OGH 12.10.2022 1 Ob 140/22b
- 1 Ob 20/23g
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 20/23g
Beisatz: Hier: Die Verständigung nach § 194 Abs 1 StPO hat nicht den Zweck, das Opfer davor zu schützen, dass ihm durch künftige Straftaten des Beschuldigten ein weiterer Vermögensschaden entsteht. (T2)
Anm: Vgl dazu RS0134435.
- 1 Ob 39/24b
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
vgl
- 1 Ob 193/23y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
vgl
- 1 Ob 77/24s
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.09.2024 1 Ob 77/24s
vgl; Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck der Strafbestimmungen des § 52 GSpG. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2022:RS0134027
Zuletzt aktualisiert am
16.12.2024
Dokumentnummer
JJR_20220714_OGH0002_0010OB00091_22X0000_004