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Art. 11 B-VG

Fassungen
01.01.1975 bis 31.12.1984 — BGBl. Nr. 444/1974
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Art. 11 heute01.05.2024 § → § BGBl. I Nr. 47/2024
Art. 1101.01.202030.04.2024 § → § BGBl. I Nr. 14/2019
Art. 1101.01.201431.12.2019 § → § BGBl. I Nr. 51/2012
Art. 1101.07.201231.12.2013 § → § BGBl. I Nr. 51/2012
Art. 1101.01.200530.06.2012 § → § BGBl. I Nr. 118/2004
Art. 1101.01.200431.12.2004 § → § BGBl. I Nr. 100/2003
Art. 1101.12.200031.12.2003 § → § BGBl. I Nr. 100/2003
Art. 1101.07.199430.11.2000 § → § BGBl. Nr. 508/1993
Art. 1101.01.198930.06.1994 § → § BGBl. Nr. 685/1988
Art. 1101.01.198831.12.1988 § → § BGBl. Nr. 640/1987
Art. 1101.01.198531.12.1987 § → § BGBl. Nr. 490/1984
Art. 1101.01.197531.12.1984 § → § BGBl. Nr. 444/1974
Art. 1129.05.197431.12.1974 § → § BGBl. Nr. 287/1974
Art. 1101.01.196128.05.1974 § → § BGBl. Nr. 148/1960
Art. 1119.12.194531.12.1960 § → § StGBl. Nr. 4/1945
Art. 1103.01.193030.06.1934 BGBl. Nr. 1/1930 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Bundes-Verfassungsgesetz

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 1 aus 1930, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Nr. 444 aus 1974,

Typ

BVG

Paragraph/Artikel/Anlage

Artikel 11

Inkrafttretensdatum

01.01.1975BGBl. Nr. 444/1974

Außerkrafttretensdatum

31.12.1984danach: BGBl. Nr. 490/1984

Abkürzung

B-VG

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)

Text

Artikel 11. (1) Bundessache ist die Gesetzgebung, Landessache die Vollziehung in folgenden Angelegenheiten:

  1. Ziffer eins
    Staatsbürgerschaft und Heimatrecht;
  2. Ziffer 2
    berufliche Vertretungen, soweit sie nicht unter Artikel 10 fallen, jedoch mit Ausnahme jener auf land- und forstwirtschaftlichem Gebiet;
  3. Ziffer 3
    Volkswohnungswesen;
  4. Ziffer 4
    Straßenpolizei;
  5. Ziffer 5
    Assanierung;
  6. Ziffer 6
    Binnenschiffahrt hinsichtlich der Schiffahrtskonzessionen,
Schiffahrtsanlagen und Zwangsrechte an solchen Anlagen, soweit sie sich nicht auf die Donau, den Bodensee, den Neusiedlersee und auf Grenzstrecken sonstiger Grenzgewässer bezieht; Strom- und Schiffahrtspolizei auf Binnengewässern mit Ausnahme der Donau, des Bodensees, des Neusiedlersees und der Grenzstrecken sonstiger Grenzgewässer.
  1. Absatz 2,Soweit ein Bedürfnis nach Erlassung einheitlicher Vorschriften als vorhanden erachtet wird, werden das Verwaltungsverfahren, die allgemeinen Bestimmungen des Verwaltungsstrafrechtes, das Verwaltungsstrafverfahren und die Verwaltungsvollstreckung auch in den Angelegenheiten, in denen die Gesetzgebung den Ländern zusteht, insbesondere auch in den Angelegenheiten des Abgabenwesens, durch Bundesgesetz geregelt; abweichende Regelungen können in den die einzelnen Gebiete der Verwaltung regelnden Bundes- oder Landesgesetzen nur dann getroffen werden, wenn sie zur Regelung des Gegenstandes erforderlich sind.
  2. Absatz 3,Die Durchführungsverordnungen zu den nach den Absätzen 1 und 2 ergehenden Bundesgesetzen sind, soweit in diesen Gesetzen nicht anderes bestimmt ist, vom Bund zu erlassen. Die Art der Kundmachung von Durchführungsverordnungen, zu deren Erlassung die Länder in den Angelegenheiten des Absatzes 1 Ziffer 4 und 6 bundesgesetzlich ermächtigt werden, kann durch Bundesgesetz geregelt werden.
  3. Absatz 4,Die Handhabung der gemäß Absatz 2 ergehenden Gesetze und der hiezu erlassenen Durchführungsverordnungen steht dem Bund oder den Ländern zu, je nachdem, ob die den Gegenstand des Verfahrens bildende Angelegenheit der Vollziehung nach Bundes- oder Landessache ist.
  4. Absatz 5,Die Rechtsprechung oberster Instanz im Verfahren vor den Verwaltungsbehörden wegen Verwaltungsübertretungen steht Verwaltungsstrafsenaten zu, die bei den zuständigen Behörden zu bilden sind. Die Mitglieder der Senate sind in Ausübung ihres Amtes unabhängig und an keine Weisungen gebunden. Den Vorsitz führt der Vorstand der Behörde oder ein von ihm entsendeter Vertreter, der rechtskundig sein muß. Der Bund bestellt zwei Mitglieder auch in den Fällen, in denen die Senate nicht bei Bundesbehörden gebildet werden. Zur Handhabung des gesetzlich vorgesehenen Gnadenrechtes sind auf Grund der Anträge der Verwaltungsstrafsenate in den Verwaltungsstrafsachen der mittelbaren Bundesverwaltung die Landeshauptmänner, in den Angelegenheiten des selbständigen Wirkungsbereiches der Länder die Landesregierungen berufen. Das Nähere über die Einrichtung der Verwaltungsstrafsenate und ihre Tätigkeit wird durch Bundesgesetz geregelt.

Anmerkung

ÜR zu Art. 11 Abs. 1 Z 5: Art. IV BVG, BGBl. Nr. 444/1974.

Schlagworte

Kompetenzverteilung, Zuständigkeit, Bundesgesetzgebung, Gesetz, Landesgesetzgebung, Verwaltung, Landesvollziehung, Verordnung, Zuständigkeitsverteilung, landwirtschaftliches Gebiet, Übertretung, Landwirtschaftskammer, Kollegialbehörde, Landeshauptmann, Straßenverkehr, Verkehrspolizei, Publikation, Verlautbarung, Fluß, Bedarfsgesetz, Materiengesetz, Strompolizei, Steuergesetz

Gesetzesnummer

10000138

Dokumentnummer

NOR12007817

alte Dokumentnummer

N1197412086T