Text
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Gesamtzahl der
Unterrichtsstunden
Art der ohne Fern- mit Fern- Lehrver-
Unterrichts- unterricht unterricht pflichtungs-
veranstaltung gruppe
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Fachtheoretische
Grundlagen..... S 60 40 I
Praktische Aus-
bildung ein-
schließlich Spe-
zieller
Methodik:
Boden- und Ge-
rätturnen..... Ü 20 20 III
Leichtathletik Ü 20 20 III
Spiele........ Ü 20 20 III
Schwimmen..... Ü 20 20 III
Schilauf...... Ü 40 40 III
Fachdidaktik.... S 60 40 I
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240 200
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Studierenden sollen die für die Planung und Durchführung der Leibesübungen notwendigen fachtheoretischen Grundlagen kennen.
Sie sollen die spezielle Methodik der Unterrichtsbereiche Turnen, Leichtathletik, Spiele, Schwimmen und Schifahren beherrschen, ein angemessenes Eigenkönnen dazu aufweisen und im Unterricht praktisch umsetzen können.
Sie sollen den Unterricht auf Grund der schulspezifischen Bedingungen planen und didaktisch wirksam und der Leistungsfähigkeit der Schüler entsprechend durchführen können. Sie sollen die Entscheidungen ihrer Unterrichtsplanung begründen und auch unter erschwerten Bedingungen einen wirkungsvollen Unterricht gestalten können.
Die Studierenden sollen sich des Stellenwertes der Leibesübungen als eines Teiles der umfassenden Persönlichkeitsbildung des Berufsschülers bewußt werden und in diesen das Interesse für eine lebenslange sportliche Betätigung wecken können.
Lehrstoff:
Fachtheoretische Grundlagen:
Sportbiologie: Funktionen und Anpassungserscheinungen des Organismus (zB Trainingswirkung auf Herz - Kreislauf, Lunge, Blut, Stoffwechsel, Skelett - Muskulatur).
Leistungs- und Belastungsfähigkeit: Sensomotorik; Informationsverarbeitung, Ermüdung, Pausen, physiologische Kontrollen, Vorbeugung.
Sportpsychologie. Sportsoziologie. Sportpädagogik.
Bewegungs- und Trainingslehre: Biomechanik, Motorik und Sensomotorik, Bewegungsmuster und -mechanismus, Bewegungsabläufe.
Trainingsmethoden und -mittel.
Praktische Ausbildung einschließlich Spezieller Methodik:
In den folgenden Übungsbereichen ist auf die Spezielle Methodik
Bedacht zu nehmen:
Boden- und Gerätturnen:
Übungsverbindungen am Boden, Niederreck, Kasten. Ferner Stufenbarren für Frauen, Barren (brusthoch) für Männer.
Leichtathletik:
Bereiche des Österreichischen Sport- und Turnabzeichens I. Klasse. Bereiche des Österreichischen Sport- und Turnabzeichens römisch eins. Klasse.
Spiele:
Regelkenntnisse und Spielführung: Handball, Volleyball, Basketball. Fußball und Faustball zusätzlich für Männer.
Schwimmen:
Brust- und Rückenlagen, Sprünge, Rettungsschwimmen.
Schilauf:
Kenntnisse und Fertigkeiten entsprechend dem jeweils gültigen „Schilehrplan der Schulen''.
Fachdidaktik:
Unterrichtsziele: Vorgaben des Lehrplanes. Lehrstoffverteilung (Auswahlkriterien, strukturelle Zusammenhänge, zeitliche Reihung). Ableitung von Unterrichtszielen (Präzision, Relevanz, Erreichbarkeit). Ausgewogenheit der Unterrichtsziele (kognitiv, affektiv, psychomotorisch; fachspezifisch, fachübergreifend; reproduzierend, anwendend, produzierend).
Methodik: Eignung verschiedener Unterrichtsmethoden und Unterrichtsmittel für die Erreichung der einzelnen Ziele des Unterrichtsgegenstandes „Leibesübungen'' in der Berufsschule. Feststellen von Vorkenntnissen und Anknüpfen an früher Gelerntes. Unterrichtsphasen. Schulveranstaltungen.
Hospitationen; Unterrichtsanalysen.
Lernkontrolle: Feststellung des Unterrichtsertrages
(Informationsfeststellung). Leistungsfeststellung.
Leistungsbeurteilung.
Bewältigung hemmender Faktoren: Unterschiedliche Vorkenntnisse, fehlende Motivation, räumliche Hemmnisse, fehlende Hilfsmittel, große Schüleranzahl, Zeitproblematik.
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht soll schwerpunktmäßig auf dem praktischen Üben liegen, dem das Erarbeiten der zugehörigen fachtheoretischen und fachdidaktischen Kenntnisse vorausgehen soll.
Vor der praktischen Ausbildung im Schilauf muß der Studierende den Besuchsnachweis eines Erste-Hilfe-Kurses erbringen; desgleichen soll vor der praktischen Ausbildung im Schwimmen der Retterschein nachgewiesen werden.
Bei der Auswahl der Übungsinhalte ist zu berücksichtigen, daß ihre Umsetzung im Berufsschulunterricht vielfach unter erschwerten Bedingungen erfolgen muß.
Auf die speziellen Sicherungsmaßnahmen in den einzelnen Übungsbereichen ist besonders hinzuweisen.
Nach einzelnen abgeschlossenen Abschnitten sollen Unterrichtseinheiten didaktisch und methodisch geplant und in ihren wesentlichen Teilen unterrichtsmäßig simuliert werden.
Die Gewichtung des Lehrstoffes soll auf die jeweiligen Fachbereiche und Unterrichtssituationen der Studierenden abgestimmt sein.
Die Verwendung der behandelten Unterrichtsmethoden und Unterrichtsmittel durch den Vortragenden selbst ist unabdingbare Voraussetzung für die Überzeugung der Studierenden von ihrer Verwendbarkeit und damit für die Erreichung der Bildungs- und Lehraufgabe.